Krimimama – Schreiben mit Kindern

Über das Schreiben, den Alltag und den Rest der Welt – ein Blog von Kristina Herzog

Was brauche ich für eine Lesung?

Nun ist es endlich soweit: Die Premierenlesung und noch ein paar weitere Lesungen stehen an. Ich kann „Abschiedskonzert“ dem Publikum im direkten Kontakt vorstellen. Das ist immer ein großes Vergnügen. Ich lese gerne. Allerdings habe ich im Laufe der Jahre auch gelernt, dass eine Lesung auch einiges an Vorbereitung benötigt. Ich weiß noch, wie ich vor mehreren Jahren in die Bibliothek gestürmt bin auf der Suche nach „Anleitungsliteratur“. Etwas nach dem Motto: Wie bereite ich mich vor? Was nehme ich mit? Wie um Himmels Willen gehe ich mit dem Lampenfieber um?

Es gab nichts. Kein einziges Buch, das mir geholfen hätte. Ich war also auf mich allein gestellt, was mich definitiv beunruhigt hat. Aber es ging. Sogar sehr gut, auch wenn es furchtbar aufregend war.

Inzwischen habe ich eine ganze Reihe mehr Lesungen auf dem Buckel, Lesetrainings gemacht und mir eine Menge Tricks und Kniffe angeeignet, um auf so ein Event angemessen vorbereitet zu sein. Gestern also habe ich die Taschen für heute Abend gepackt. Na ja, Taschen trifft es nicht so richtig. De facto ist es ein kleiner Koffer voll mit Büchern (ich habe inzwischen schon so einige für den Büchertisch), eine Umhängetasche mit allem, was ich für notwendig halte und meine Handtasche.

Alles für die Lesung

Da kommt schon etwas zusammen. Ein nicht unerheblicher Teil ist die Dekoration. Ich liebe es, eine stimmungsvolle Atmosphäre bei meinen Lesungen zu schaffen, so dass die Zuhörer sich richtig hineinfallen lassen können in die Stimmung der Geschichte. Allein August-Wilhelm, mein Verflossener, der jetzt als Totenkopf auf jeder Lesung dabei ist ;), nimmt eine Menge Platz ein. Aber Lippenstift, Wasser, Visitenkarten, Taschentücher, Bachblüten, Signierstift und all die anderen Sachen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wie gesagt: Es gibt eine ganze Liste an Dingen, die nicht fehlen dürfen. Aber so wird es auch ein rundes Erlebnis. Hoffe ich zumindest. Drückt mir die Daumen. Und vielleicht sehen wir uns ja mal auf einer Lesung!

Urlaubsgroove

Jetzt ist er schon wieder vorbei: Der letzte Urlaub in diesem Jahr. Vorbei die Zeit des Loslassens, der Entspannung. Und schon wieder ist Schulzeit. Wir waren in Büsum. Büsum an der Nordsee. Ich war auf alles vorbereitet: Thermoleggings, Handschuhe, Winterjacken. Und dann schien fast immer die Sonne. Ich muss dazu sagen: Ich habe auch schon anderes Wetter an der Nordsee erlebt. Darunter auch eine Sturmflut. Das prägt. Ich kann also gar nicht dorthin fahren, ohne all diese Hardcore-Wettertrotzer einzupacken. Umso schöner ist es, wenn man die Weite der See im Sonnenschein genießen kann. So konnten wir ungestört in den nächsten Ort wandern, die Schafe auf dem Deich verfolgen (weniger ich, eher K2), am Wasser herumlaufen, Wattwandern, Krabbenbrötchen essen und die Zeit genießen. Schön. Und so erholsam.

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Ein bisschen erschreckend ist es dann, wenn man am Sonntag zurück kommt und bereits am nächsten Morgen die Schule mit dem anhängenden Alltag beginnt, obwohl man doch eigentlich noch im Urlaubsgroove ist. Aber es hilft nichts: Da müssen wir durch. Die ersten Tage haben wir immerhin schon geschafft. Nur noch sieben Wochen bis zu den nächsten Ferien.

Und weil es thematisch so schön passt, ein Unterwassergedicht von K2 (mit ihrer freundlichen Genehmigung):

Unterwasserparty

Es war einmal ein Wal, der traf sich mit dem Aal.

Die beiden waren nicht sehr schmal.

Sie wollten zu dem Hummer, der hatte schweren Liebeskummer.

Der Hummer liebte den Krebs.

Doch dem Krebs war das egal, denn er liebte eine Qualle namens Kalle.

Dann kam noch der Hammerhai mit dem schönen Namen Kai.

Der Seehund mit dem Kussmund stand auf den Hummer mit dem Liebeskummer.

Dann kam auch noch der Kugelfisch mit seinem Tisch.

Dazu noch der Delfin mit der Anti-Liebesmedizin.

Dann ist auch noch der Seestern hier, er trägt einen Kirschkern ins Revier.

Sie machten viele Parties mit vielen bunten Smarties.