Krimimama – Schreiben mit Kindern

Über das Schreiben, den Alltag und den Rest der Welt – ein Blog von Kristina Herzog

Gute Bücher, schlechte Bücher

Wie seht ihr das eigentlich? Gibt es gute und schlechte Bücher? Gibt es Bücher, die man mit gutem Gewissen lesen darf und solche, die man lieber im Stillen liest und nicht darüber redet, weil es ja ein schlechtes Licht auf einen werfen könnte?

Ich lese gerade mehrere Bücher: Die Druckfahnen für „Abschiedskonzert“ kamen ein paar Tage vor dem Urlaubsbeginn und ich wollte es unbedingt schaffen, sie vorher fertig zu bekommen. Auch wenn es harte Tage waren, denn nebenbei mussten die Plünnen der gesamten Familie eingepackt werden, konnte ich am Abreisetag den Brief mit den Fahnen im Briefkasten versenken. Und jetzt bin ich frei und lese: Das Glücksbüro von Andreas Izquierdo, Stiller Tod von Roger Smith, Gone Girl von Gillian Flynn und Dampfnudelblues von Rita Falk. Alle unterschiedlich, alle auf ihre Art faszinierend, aber ich muss sagen, dass ich den Dampfnudelblues am schnellsten „gekillt“ habe. Und es hat Spaß gemacht, aber ist es „comme il faut“? Kann ich dazu stehen? Immerhin ist es ja nicht „Shades of Grey“ oder ähnliches, wobei ich gerne auch zugebe, dass ich den ersten Band davon auch gelesen habe und ihn irgendwie langweilig fand.

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Letztens erzählte ich einer Kollegin von dem Ken Follett, denn ich damals gerade ausgelesen und der mir so gut gefallen hatte. Sie sah mich hochgezogenen Augenbrauen an und sagte dann: „Follett lese ich nicht.“ Darf man Ken Follett also nicht lesen? Ist es zu leichte Kost, um darüber reden zu können?

Ich habe eine Weile darüber sinniert und bin zu dem Schluss gekommen: Nee! Ich finde es eine große Kunst, Leser mit dem geschriebenen Wort fesseln zu können. Es ist das Beste überhaupt, wenn es einem Autor gelingt, mit seinem Text einen solchen Sog auszuüben, dass der Leser das Buch verschlingt und es nachher mit einem guten Gefühl zur Seite legt. Gut oder schlecht, leicht oder nicht: Hauptsache, ihr lest, Leute, dann tut sich euch eine neue Welt auf! Und das sage ich mit gutem Gewissen.


  • Vi sagt:

    solche Hintergedanken kann ich gut nachvollziehen – ich denke, es kommt aber eher darauf an, wie man sich selber mit dem Gelesenen fühlt. Wenn mir ein Buch gut gefällt, dann kann ich auch dazu stehen.
    Ich bin noch ziemlich neu im Blogwesen und kenne mich daher noch nicht so aus hier – vielleicht hättest du Lust, dir einmal unseren Literaturblog anzusehen.
    Liebe Grüße
    Vi

  • Kristina Herzog sagt:

    Vielen Dank, da bin ich ganz deiner Meinung!
    Deinen Blog sehe ich mir gerne einmal an.
    Viele Grüße
    Kristina

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