Krimimama – Schreiben mit Kindern

Über das Schreiben, den Alltag und den Rest der Welt – ein Blog von Kristina Herzog

Lernen von den Großen: Geduld üben

Veronica Roth, die Erschafferin der unglaublich erfolgreichen Divergent-Trilogie, empfahl Autoren in einem 2012 erschienenen Interview geduldig zu sein.  Sie bezog das nicht nur auf das Warten auf Antworten von Agenten, Verlagen oder Kritikern, sondern auch auf die Geduld im Hinblick auf sich selbst und die Pläne, die man hat. Und auch wenn die zweite, dritte oder vierte Chance erst das Erhoffte bringt, sei es auch in Ordnung.

Ich muss sagen, dass sie mich ja damit erwischt hat. Geduld ist wahrhaftig nicht meine Stärke. Ich arbeite daran, geduldig zu sein, aber hart ist es immer noch. Recht hat sie trotzdem. Es klappt nicht alles gleich im Leben. Wenn man schon vor dem alles entscheidenden Versuch das Handtuch geschmissen hat, ist man allerdings blöd dran, denn dann wird die Möglichkeit, die das Schicksal vielleicht doch für uns vorgesehen hatte, ungenutzt verpuffen.

Das bedeutet aber auch, dass man nicht, kaum dass das Wort ENDE unter dem Manuskript steht und die Druckerfarbe noch am trocknen ist, das Manuskript in einen Umschlag wirft und postwendend an den nächsten Verlag schickt. Es ist manchmal hart, abzuwarten und erst einmal, zweimal, dreimal das Manuskript erneut zur Hand zu nehmen und wieder und wieder zu überarbeiten. Aber das ist nun einmal ein wichtiger Teil der Arbeit und entscheidend für die letztendliche Qualität des Manuskripts. Ich wundere mich immer wieder, wie viel mir auch beim x-ten Durchgang noch auffällt, das geändert werden muss. Und diese Bereitschaft ist leider unerlässlich, um dann auch – hoffentlich – einen Verlag zu finden, denn das ist heutzutage häufig schwieriger als gedacht, aber das ist ein anderes Thema.

Daher der Ratschlag von der Queen of Impatience: Übt euch in Geduld, es wird sich auszahlen!


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