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23.09.2023

Es gibt ein neues Interview von mir 😊 Die liebe Jeanine von planlos.in hat mir ein paar wirklich interessante Fragen gestellt. Wenn du also Lust hast zu lesen, warum ich von der Juristerei zum Schreiben gewechselt bin und wie sich die Herangehensweise an einen Roman von der an eine RĂ€tseltour unterscheidet, lies gerne einmal rein: https://www.planlos.in/neuigkeiten/interview-mit-der-autorin-kristina-herzog

Der Schriftzug direkt ĂŒber meiner Stirn ist ĂŒbrigens Umbaumaßnahmen auf der Website geschuldet und wird bald verschwinden. Aber irgendwie gibt mir das etwas Intellektuelles. Findest du nicht? 😉

31.08.2023

Magst du es gerne, wenn dir jemand vorliest? Dann habe ich eine gute Nachricht fĂŒr dich: Die Sternberg-Saga gibt es jetzt auch als Hörbuch. „Was der Morgen verspricht“ ist auf den meisten Portalen bereits erhĂ€ltlich und Constanze Schwarzhaus, meine sehr begabte Sprecherin, ist fleißig dabei, auch die ĂŒbrigen BĂ€nde einzusprechen. Auch Band II ist ganz bald fertig. Ist das nicht eine gute Nachricht?

16.08.2023

Kennst du das auch? Diese Momente, in denen man gleichzeitig erschöpft, aber auch sehr dankbar ist? So wie wenn man ein langes Rennen gelaufen bist, fĂŒr das man eine Ewigkeit trainiert hat und jetzt hat man es endlich geschafft … genau dieses GefĂŒhl!

Genauso geht es mir gerade. Ich habe seit ersten November jeden Tag bis auf ganz wenige Ausnahmen gearbeitet. Und ich habe es geschafft: Der dritte Band der Sternberg-Saga ist seit Mitte Juni veröffentlicht, die Lovelybooks-Leserunde ist – bis auf ein paar NachzĂŒgler – abgeschlossen und viele Blogger haben „Was das Herz ertrĂ€umt“ bereits gelesen und fĂŒr ziemlich gut befunden. Und dann war da auch noch der Schreibworkshop im Aldiana Club Ampflwang mit Lesung und Entwicklung einer Club-RĂ€tseltour. Das alles macht mich unglaublich dankbar, vor allem, weil das Buch sehr gut ankommt und auch KDP Select All Star geworden ist.

Und jetzt bin ich ziemlich erschöpft und eigentlich wĂ€re es auch mal Zeit fĂŒr eine Pause. Die mache ich auch noch, bestimmt! Aber da ist auch noch diese Stimme, die immer lauter wird und verlangt, dass ich das nĂ€chste Projekt weiterplotte. Weil ich wissen will, mit was fĂŒr Charakteren ich es zu tun habe und was ihnen so geschieht. Ich trĂ€ume inzwischen sogar von Dialogen und Geschehnissen in dieser neuen Geschichte.

Was bleibt mir also anderes ĂŒbrig 😉? Ich plotte wieder und es macht großen Spaß. Aber ein paar Tage Urlaub kommen auch noch. Bald sogar. Nur noch ein wenig plotten 


02.08.2023

Da denkt man, man kommt entspannt aus dem Arbeits-Urlaub zurĂŒck, setzt sich hin und plottet gelassen und glĂŒcklich das nĂ€chste Buch und dann 
 meldet sich die RealitĂ€t.

Das Tochterkind reist, kaum ein paar Stunden zurĂŒck, spontan nach Krakau (sie ist eingesprungen fĂŒr den Ex ihrer Freundin, lange Geschichte
), der Sohn wird krank und dann stehen auch noch zwei Geburtstage kurz hintereinander auf der Agenda, die organisiert werden wollen. Die Leserunde hinkt immer noch fußlahm hinterher (nur ein paar Lesende lassen sich Zeit oder melden sich gar nicht, andere waren superschnell und ĂŒberaus zuverlĂ€ssig) und braucht etwas Ermutigung, neue Termine wollen verhandelt werden und die neuen Audios warten aufs Hören.

Aber danach
! Dann setze ich mich endlich hin und beginne das niederzuschreiben, was mir jetzt schon eine Weile im Kopf herumspukt und der Beginn einer neuen Reihe zu werden verspricht. Es sei denn anderes, das sich in meinen Gedanken ebenfalls tummelt, macht dieser Idee den Platz streitig
 Hach, lassen wir uns einfach ĂŒberraschen.

24.07.2023

Nie hĂ€tte ich gedacht, wie viel Spaß es mir machen wĂŒrde, Schreibworkshops zu geben. Ich habe die letzte Woche damit verbracht, Interessierten das Handwerk des Schreibens nĂ€her zu bringen und es war wirklich schön. Vor allem diese Momente, wenn man etwas erklĂ€rt, das Ganze mit einem Beispiel untermauert und man an den Gesichtern sehen kann, wie den Beteiligten ein Licht aufgeht.

Und dann ist auch die neue RĂ€tseltour quer durch den Aldiana Club Ampflwang kurz vor der Fertigstellung. Eine Arbeit, die uns jetzt einige Monate beschĂ€ftigt hat. Ein schönes GefĂŒhl, wenn endlich alles klappt.

02.07.2023

Diese Woche hatte es in sich. Aber so richtig! Meine Tochter hat das Abi und damit sind beide Kinder mit der Schule fertig. Juchhu! Ich kann es noch gar nicht richtig glauben und taumle derzeit von Abiverleihung ĂŒber Abiparty zum Abiball, wĂ€hrend ich versuche, all das zu begreifen. Meine kleine 16jĂ€hrige bewirbt sich jetzt bei UniversitĂ€ten. Total unwirklich! Und dann sind da auch die Workshops, die ich ganz bald in Ampflwang halten werde und die RĂ€tseltour fĂŒr den Aldiana Club dort, an der ich ebenfalls noch feile. NatĂŒrlich nicht zu vergessen die Lovelybooks-Leserunde, die noch immer lĂ€uft und bei Laune gehalten werden will 😉. 

Und es ist auch immer wieder ein WahnsinnsgefĂŒhl, wenn mir Leser schreiben, wie begeistert sie von der Geschichte um Hannah, Lucie, Alma und die anderen sind und dass sie das Buch gar nicht aus der Hand legen konnten. Was soll ich sagen? Genau das, wollte ich erreichen! Und es macht mich glĂŒcklich, dass es geklappt hat.

25.6.2023

Was fĂŒr eine Woche! Eine Buchgeburt und der eigene Geburtstag innerhalb weniger Tage, das hat definitiv das Potential fĂŒr eine Menge Aufregung. Gute Aufregung natĂŒrlich. Es war eine wundervolle Woche und zwei besonders tolle Tage.

Und das allerschönste Geburtstagsgeschenk war, dass die BĂŒcher am Tag vor meinem Geburtstag endlich aus der Druckerei kamen und an Blogger und Leserundenteilnehmer verschickt werden konnte. Und ja 
 35 BĂŒcher zu signieren, zu verpacken und zu adressieren, hört sich jetzt vielleicht nicht so viel an, aber angefĂŒhlt hat es sich wie ungefĂ€hr 835.

Keine Ahnung, warum mich das so geschlaucht hat. Wahrscheinlich, weil mir so viel daran lag, dass die BĂŒcher endlich an ihren Bestimmungsort kommen, nachdem sie schon mit 2 Âœ Wochen Verzögerung geliefert wurden. In meinen AlbtrĂ€umen hatte ich mir schon ausgemalt, dass ich an meinem Geburtstag dort sitzen und signieren wĂŒrde, anstatt einen Ausflug mit meinen Liebsten zu machen und anschließend zu feiern. Doch so hat alles geklappt. Meine Tochter hat mir beim Adressieren geholfen und mein Mann hat sich fast ein Bein ausgerissen, um sie noch rechtzeitig vor Ladenschluss bei der Post abzugeben (unsere Post hier hat an dem Tag natĂŒrlich bereits um 13 Uhr zugemacht 😉).

Also alles in allem eine wirklich tolle Woche! Und? Bei dir auch?

19. 6. 2023

Endlich ist es so weit! Heute erblickt mein neues Buchbaby das Licht der Welt. BegrĂŒĂŸe mit mir „Was das Herz ertrĂ€umt“. Ich bin so unglaublich gespannt, wie es bei dir und allen anderen Lesern ankommt, was du zu dem Schicksal der FriedlĂ€nders sagst und 
 und
 und
 Auch beim inzwischen siebten Buch ist es aufregend. Vor allem, weil ich „Was das Herz ertrĂ€umt“ dieses Mal ganz allein herausgebracht habe. Na ja, so ganz ist das nicht wahr. Ohne meinen Mann Dirk hĂ€tte ich es nicht geschafft. Vor allem der ganze technische Kram, das Formatieren und alles hat mich oftmals an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht. Aber er hat mich an die Hand genommen und gemeinsam haben wir die Klippen umschifft. Deswegen und aus vielen anderen GrĂŒnden, habe ich ihm dieses Buch gewidmet.

Und nun ist es geschafft und der dritte Band der Sternberg-Saga ist da. Ich bin so dankbar, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Also: Hast du es dir schon gesichert? Dann lass uns jetzt gemeinsam singen: „Happy Birthday to you, Happy Birthday 
“

17. 6. 2023

LÀuft jemals alles glatt? Nö, wahrscheinlich nicht, denn Perfektion gibt es nicht, wie wir ja alle wissen. Und genau das beweist mir das Universum gerade wieder. Es hÀtte alles so schön sein können. Jedenfalls war alles durchgeplant und hÀtte wahrscheinlich super geklappt, wenn da nicht die RealitÀt wÀre.

Denn eigentlich hĂ€tten die gedruckten BĂŒcher schon lĂ€ngst hier sein sollen. Laut der Druckerei sollte es zwei Wochen dauern. Waren sie aber nicht. Noch nicht einmal losgeschickt waren sie. Und auf Nachfragen kam erst einmal auch keine Reaktion. Wundervoll! Vor allem, wenn die Nerven eh bereits Sirtaki tanzen, weil ich die BĂŒcher an die Blogger und die Leserundenteilnehmer schon lange losgeschickt haben wollte. Was ja auch geklappt hĂ€tte, wĂ€re alles so nach Plan gelaufen. Tut es aber nicht. Was wir ja bereits festgestellt haben. Na ja, immerhin sind sie jetzt unterwegs und ihr Schicksal liegt in den HĂ€nden von DPD. Nicht das beste Schicksal.

Ich ĂŒbe mich also in Geduld (absolut nicht meine StĂ€rke, wenn du es genau wissen möchtest). Klappt mal mehr, mal weniger gut. Aber etwas anderes kann ich im Moment auch nicht tun, außer den Versand bei DPD wieder und wieder checken und versuchen, ruhig zu bleiben, wenn sich wieder nichts getan hat. Daher: Ommm. Wird schon. Irgendwann 


11. Juni 2023

Warten ist nicht so einfach, vor allem, wenn man dringend darauf wartet, dass eine Sache endlich passiert.

Nun sind es nur noch wenige Tage, bis „Was das Herz ertrĂ€umt“ erscheint und ich warte ungeduldig darauf, dass die fertigen BĂŒcher endlich aus der Druckerei kommen und ich sie in die Welt hinausschicken kann. Denn schließlich kann ich es kaum abwarten, wie das Buch bei allen ankommt, die unbedingt wissen wollen, wie es mit den FriedlĂ€nders und Sternbergs weitergeht.

Und gleichzeitig ist da ein innerliches Zittern, denn schließlich habe ich mich jetzt eine ganze Weile mit diesem Manuskript beschĂ€ftigt, habe geplottet, geschrieben, gefeilt, ĂŒberarbeitet und viel Herzblut hineintrĂ€ufeln lassen. Da fĂŒrchtet man sich natĂŒrlich auch ein kleines bisschen davor, dass es zerrissen wird. Dass es andere nicht so erreicht, wie ich das intendiert habe.

Und trotzdem bin ich ĂŒberzeugt von dem Buch. Alles musste genauso geschehen, wie es nun passiert. Aber gespannt und hibbelig bin ich trotzdem 


06. Juni 2023

Hui, was fĂŒr eine Woche! Eigentlich hatte ich gedacht, dass es ja kein Problem sein dĂŒrfte, das fertige Buch hochzuladen. Einfach Manuskript anklicken und draufziehen. Und dann nochmal genauso mit der Coverdatei verfahren.

Nee, Pustekuchen, so leicht ging es nicht. Das war ein Kraftakt, kann ich dir sagen. Eine Sache von wenigen Millimetern. Bis alles exakt so gepasst hat, wie es sein muss, habe ich mir diverse Male die Haare gerauft und KlagegesĂ€nge angestimmt. Weil ich natĂŒrlich gleich voller Panik war, dass der Erscheinungstermin nicht zu halten ist. Immer wieder Hin- und Herschreiben mit der Coveragentur, neu formatieren, neue Suche nach Schusterjungen und Hurenkindern. Aber jetzt ist es endlich geschafft. Alles ist hochgeladen und bestellt und sogar die Leserunde bei Lovelybooks ist eingestellt und lĂ€uft. Wenn du dich dort also bewerben möchtest, um mitzulesen, nur zu. Ansonsten: Am 19. 6. ist es also so weit und „Was das Herz ertrĂ€umt“ erblickt das Licht der Lesewelt. Ich kann es kaum erwarten!

25. Mai 2023

Huch, es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt ist es noch nicht einmal mehr ein Monat, bis „Was das Herz verspricht“ endlich erscheint und ich freue mich wie ein Schneekönig auf den 19. Juni. Ich bin so gespannt, wie mein neues Buchbaby bei dir und allen anderen Lesern ankommen wird.

Trotzdem ist es heftig, wie viele Kleinigkeiten damit einhergehen, ein Buch selbst auf den Markt zu bringen. Doch es macht Spaß, alles selbst entscheiden und in der Hand haben zu können. Gerade habe ich geeignete Teaserstellen  fĂŒr Social Media herausgesucht, das Printcover abgestimmt und die CoverenthĂŒllung angeschubst. Und meine Liste ist noch lange nicht abgearbeitet. Aber das packen wir auch noch!

Wie sieht es aus? Hast du Lust, auf die ersten Zeilen von „Was das Herz ertrĂ€umt“? Ja? Hier sind sie:

Lucie FriedlĂ€nder schob das Fenster herunter und blickte staunend auf die schneebedeckten Berge, die sich in der Ferne auftĂŒrmten, als wollten sie den Himmel kĂŒssen. Die frische, kalte Luft strömte ihr ins Gesicht und hĂ€tte fast ihren Hut aus der Ablage geweht, vertrieb aber die MĂŒdigkeit nach der langen Eisenbahnfahrt.

10. Mai 2023

Es geht mit Siebenmeilenstiefeln voran. Und dass trotz Pollenzeit : (

Inzwischen ist der zweite Lektoratsdurchgang beendet und die vielen kleinen Nebenbei-Aufgaben, die eben so anstehen, wenn ein Buch das Licht der Welt erblicken soll, lichten sich peu Ă  peu.

So langsam verschwinden auch die Zweifel. Alles fĂŒhlt sich richtig an und ich hoffe so, dass „Was das Herz ertrĂ€umt“ auch bei dir und allen anderen Lesern, die die ersten beiden BĂ€nde geliebt haben, gut ankommt. Denn natĂŒrlich hat Familie FriedlĂ€nder ordentlich mit Herausforderungen und Problemen zu kĂ€mpfen, auch wenn ihnen die Flucht gelungen ist. Doch die alten Wunden kann man nicht so ohne weiteres zurĂŒcklassen und auch in der Schweiz ist nicht alles Gold, was glĂ€nzt (passt ja gut in Helvetien, hm?).

Ich feile jetzt noch ein wenig am Nachwort, kĂŒmmere mich um Social Media und vieles andere und versuche, den alltĂ€glichen Wahnsinn hier zu Hause halbwegs im Griff zu behalten. Am Wochenende ist die Waschmaschine ausgelaufen und der halbe Keller wurde ĂŒberflutet. Es wird nicht langweilig, obwohl das zwischenzeitlich auch mal ganz entspannend wĂ€re 


  1. Mai 2023

Es ist endlich so weit: Die Sternberg-Saga geht weiter. Und wie! Wir schreiben das Jahr 1932 und die Familie zieht mit Sack und Pack und natĂŒrlich Lucies Katze Milli in die Schweiz. Doch es lĂ€uft dort nicht alles so, wie sie es sich vorgestellt und gewĂŒnscht haben, zumal Lucie auch ihre große Liebe Paul in Berlin zurĂŒcklassen musste.

Ich freue mich so, dass „Was das Herz ertrĂ€umt“ am 19. 6. erscheinen wird. Vorher stelle ich dir natĂŒrlich hier noch das Cover, den Klappentext und sicher noch den einen oder anderen Textschnipsel vor. Happy days! 😊

27. November

Jup, jup! Es ist geschafft! Ich habe den NaNoWriMo gewonnen und zwar schon am Montag, den 22. 11. 2022. Ich kann dir sagen: Der Moment, als ich die 50000 Wörter fertig geschrieben hatte, war wirklich grandios. Aber wie erwartet, ist der dritte Teil der Sternberg-Saga damit noch lange nicht zu Ende erzĂ€hlt. Abgesehen davon reden wir hier von der Rohfassung. Fertig ist das Manuskript erst, nachdem es noch einige Korrektur- und ÜberarbeitungsdurchlĂ€ufe hinter sich hat und meinem Perfektionierungsfimmel entkommen ist.

Ich habe diese Woche trotz Grippeimpfung fleißig weitergeschrieben und mittlerweile habe ich sogar die Schwelle von 60000 Wörtern passiert. Ich kann dir versprechen: In Band III ist so einiges los und es gibt viele gefĂŒhlsstarke Momente. Ich sehe es immer als Erfolg an, wenn mein erster Testleser (mein armer Mann) nach dem Lesen ein TrĂ€nchen in den Augen hat oder sich darĂŒber beschwert, nicht unmittelbar weiterlesen zu können. So langsam freue ich mich aber auch darauf, dass die Rohfassung fertig wird, denn die heiße Phase des ersten Entwurfs geht mit einer ĂŒberaus lĂ€stigen Nebenwirkung einher:

Ich kann keine anderen BĂŒcher lesen. â˜č Ich kann mich einfach auf nichts anderes Geschriebenes einlassen, bevor der erste Durchgang nicht beendet ist. Und es fehlt mir. Wirklich! Ich bringe es aber einfach nicht ĂŒber mich, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Skurrile Sache und echt blöd, weil ich eigentlich die Angewohnheit habe, wenigstens vor dem Einschlafen tĂ€glich ein Weilchen zu lesen. Das bedeutet: Schlaflose Stunden, in denen ich mich hin- und her wĂ€lze, bis ich endlich zur Ruhe komme, wĂ€hrend mein Buch ungelesen und traurig zu mir herĂŒberwinkt.

Du siehst also: Ich erbringe wahre Opfer fĂŒr die Literatur 😉

21. November

Holla, wie die Zeit rast. Schon wieder ist eine Woche herum. Es ist der 20. November und bei uns liegt Schnee. Und zwar ordentlich viel. Am Mittwoch waren es noch um die fĂŒnfzehn Grad und sonnig. Ein sichtbares Zeichen, dass wir unweigerlich auf das Ende des Jahres zusteuern.

Doch vorher will ich noch dieses Buch fertigbekommen. Zumindest die Rohfassung und vor allem möchte ich meinen ersten NaNoWriMo schaffen.

Noch zehn Tage November und ich bin meine ErkÀltung immer noch nicht los.

Am Samstag bin ich fast euphorisch aufgewacht: Ich habe die ganze Woche viel geschrieben und am Freitagabend hatte ich einen Frageabend auf Facebook in der „Historische Romane“- Gruppe. Drei Stunden, die mir im Vorfeld die Beine haben schlottern lassen. Denn drei (!) Stunden sind eine lange Zeit und in meiner Vorstellung saß ich vor dem Monitor und niemand stellt mir eine Frage und ich sitze da und langweile mich (einer meiner AlptrĂ€ume). Man kennt es ja, wie das so ist: Man bildet sich manchmal Dinge ein, um sich im Vorfeld auch ordentlich verrĂŒckt zu machen, die dann aber mit der Wirklichkeit wenig zu tun haben. So war es natĂŒrlich auch hier. Die Fragen trudelten so schnell ein, dass ich mit dem Tippen kaum hinterherkam und immer wieder hektisch durch den Feed scrollen musste, um keine neue Frage zu verpassen. Das Beste aber: Es hat echt Spaß gemacht und wirkte am Ende gar nicht wie drei Stunden.

Ja, und dann ist da auch noch der NaNo. Ich habe ja bereits gestanden, dass ich bei Herausforderungen dazu neige, mich festzubeißen. Doch dieser dĂ€mliche Infekt ist wirklich krĂ€ftezehrend und ich musste mich schon manchmal echt zwingen, mich an den Laptop zu setzen und meine Szenen zu schreiben. Aber wie es hĂ€ufig so ist, ist der erste Schritt meist der schwerste. Wenn ich erstmal an der Tastatur sitze, fliegen die Wörter fĂŒr gewöhnlich aufs Papier. Ich muss mich selbst nur austricksen, um bis dorthin zu kommen.

Und die Wortzahl? Nun, es lĂ€uft, wĂŒrde ich sagen. Stand heute sind ĂŒber 46 000 Worte auf dem Papier, das sind 209 Normseiten. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass ich wirklich erst am 1. November mit dem Schreiben begonnen habe. Allerdings ist der Roman weit davon entfernt, nach 50000 Wörtern fertig zu sein, aber der Anfang ist gemacht und das ist ein wirklich schönes GefĂŒhl!

14. November

Okay, eine Sache vorweg: Ich wĂŒrde empfehlen, sich keine Krankheit einzufangen, wenn du beim NaNoWriMo mitmachen willst.

Denn offen gestanden, ist es ĂŒberaus beschwerlich, die Willens- und Körperkraft aufzubringen, sich tĂ€glich an den Roman zu setzen, wenn die Nase verstopft ist, der Hals schmerzt und der ganze Körper erschöpft ist. Das wollte ich nur mal erwĂ€hnt haben (obwohl es natĂŒrlich auf der Hand liegt).

Es ist beschwerlich, doch es ist möglich! Ich bin jetzt, zwei Wochen nach Beginn des November und damit der Schreibphase, mittlerweile bei fast 35 000 Wörtern. Das ist ganz ordentlich, liegt aber vor allem an der guten Vorbereitung. Ehrlich gesagt, hÀtte ich es nicht geschafft, so versifft wie ich war, auch noch viele Entscheidungen zu treffen.

Dankenswerterweise hatte ich diese Entscheidungen schon vorher getroffen, indem ich den Roman grĂŒndlich durchgeplottet und alle Szenen geplant und auf Karteikarten notiert habe. Das hatte dann zur Folge, dass ich mir nur ein paar Karten von der Pinnwand pflĂŒcken musste und gleich losschreiben konnte.

Zugegeben, das hat nicht immer so einfach geklappt, denn ich bin in der glĂŒcklichen Situation, dass meine Figuren ein Eigenleben entwickeln und sich nicht immer akkurat so verhalten, wie ich es mir fĂŒr sie im Vorfeld ĂŒberlegt habe.

Am schnellsten habe ich definitiv geschrieben, wenn ich die Szene bildlich vor Augen hatte und dann nur noch niedergeschrieben habe, was ich sehe, und was passiert. Es war im Grunde, als wĂŒrde ich einen Film vor meinem inneren Auge sehen, den ich dann aufschreibe. So einfach und so schwer, denn da sind wir wieder beim Thema Planung, ohne die es fĂŒr mich nicht ginge. HĂ€tte ich mir nicht im Vorfeld so viele Gedanken um meine Sternbergs gemacht, hĂ€tte ich es auch nicht so mĂŒhelos geschafft, sie zum Leben zu erwecken.

Das heißt nicht, dass es keine anderen Wege gibt, an einen Roman ranzugehen. Es heißt nur, dass mein Weg ĂŒber die Planung geht und ich jetzt wĂ€hrend des NaNoWriMo sehr dankbar dafĂŒr war, dass es so ist. Ohne Wenn und Aber!

6. November

Puh, schon der 6. November, d. h. der sechste Tag des NaNoWriMo ist fast vorbei. Und mein Leben ist es auch. Jedenfalls fĂŒhlt es sich zeitweise so an.

Wie ich es schon erwartet habe, macht mir meine Overachiever-MentalitĂ€t ein wenig Ärger und ich schreibe viel mehr am Tag, als ich es eigentlich mĂŒsste. Das ist einerseits ganz schön, weil es ein wenig Druck rausnimmt, die Wortanzahl bis zum 30. 11. auch wirklich zu schaffen.

Andererseits mache ich selbst mir viel zu viel Druck, immer mehr zu Papier zu bringen. Das bleibt natĂŒrlich nicht ohne Konsequenzen und so kann ich berichten, mir meine siebte ErkĂ€ltung seit Mitte April eingefangen zu haben. Ist lĂ€stig und kostet Kraft, kann mich bisher aber nicht davon abhalten, weiterzuschreiben.

Okay, okay, am Wochenende bin ich ein wenig zurĂŒckgerudert und habe nur das Mindestmaß von knapp 1700 Wörtern tĂ€glich geschrieben, auch wenn es mich ab und an in den Fingern gejuckt hat, mehr zu tun. Aber zum einen waren da ausreichend andere Aufgaben, die auf Erledigung gewartet haben und zum anderen fĂŒhlte ich mich einfach zu schlapp, um mehr zu machen.

Wie viele Wörter es inzwischen sind?

Nun, mit stolzgeschwellter Brust kann ich verkĂŒnden, dass es genau 15774 Worte sind, was den Vorteil hat, dass meine erste Belohnung fĂ€llig war.

Ich habe mir fĂŒr alle 10 000 Wörter eine kleine Anerkennung genehmigt.

Dieses Mal war es ein mit Karamell gefĂŒllter Donut mit allerhand Schnickschnack obendrauf. Lecker!

Aber nun ist wieder Schluss mit lustig und morgen geht es weiter.

Tagesziel sind so um die dreitausend Worte. Mal sehen, ob das klappt, denn ich will nur noch drei Taskblocks Ă  einer guten halben Stunde tĂ€glich schreiben. Man lernt ja schließlich aus seinen Fehlern.

Manchmal 


  1. November

Ich mache mit. Zum ersten Mal. Und ich bin soooo aufgeregt.

Wenn du dich jetzt fragst, worum es gerade geht: Heute, am 1. November war der Startschuss zum NaNoWriMo, dem National Novel Writing Month, in dem Autoren auf der ganzen Welt zeitgleich an ihren Projekten arbeiten, mit dem Ziel, im November die Rohfassung eines Romans von 50 000 Wörtern zu Papier zu bringen.

Das hört sich jetzt vielleicht erstmal nicht so spannend an, denn schließlich ist es ja das, was ich so mache: Ich schreibe. Ja, stimmt, aber normalerweise mach ich das nicht in diesem Tempo. Denn      50 000 Wörter in 30 Tagen bedeutet, dass ich am Tag 1667 Wörter schreiben muss, um nicht zurĂŒckzufallen. Das ist kein Klacks, denn das normale Leben lĂ€uft ja ebenso weiter und fordert seinen Tribut. Und diese 50K mĂŒssen wohlĂŒberlegt sein, wenn es ein guter Roman werden soll, was definitiv mein Ziel ist.

Also muss das Ganze gut vorbereitet sein. Ich habe den Oktober und auch schon einen Teil des Septembers darauf verwendet, alles genau zu planen:

Figuren ausarbeiten, Plot, Twists, Höhepunkte, Wendungen, Character Arcs und so weiter. Und dann habe ich alles in Szenen umgewandelt. Diesmal habe ich sogar color coding fĂŒr die verschiedenen ErzĂ€hlperspektiven verwendet.

Offengestanden hat es mich schon lange in den Fingern gejuckt, mitzumachen, aber irgendwie hat es nie so richtig gepasst. Meist, weil mein jeweiliges Projekt in einem anderen Stadium war und es nicht sinnvoll gewesen wÀre, da mit einem neuen Manuskript reinzugrÀtschen.

Aber dieses Mal ist es so weit und alles passt hervorragend.

Doch als ich am Dienstag, den 1. 11. aufwache, bin ich mir sicher, dass ich mich maßlos ĂŒberschĂ€tzt habe und es besser ist, das Ganze ad adcta zu legen. Den Rest des Morgens verbringe ich also damit, Argumente zu sammeln, warum ich von dem ganzen Plan zurĂŒcktreten und mir einfach die Zeit lassen sollte, die das Schreiben eines Romans eben so braucht.

Allerdings schaffe ich es nicht, mich vollends zu ĂŒberzeugen und so setze ich mich innerlich bebend und mit wackeligen Beinen an den Computer. Zumindest probieren kann ich es ja 
 und dann sehen, wie es so lĂ€uft.

Ich arbeite mit Task Blocks, die ich mit einer riesigen Sanduhr messe.

Eine halbe Stunde dauert einer. Ich nehme mir erstmal einen Task Block vor. Keine Ahnung, ob ich in den Flow komme, ob die Figuren bei dem, was ich fĂŒr sie geplant habe, mitmachen. Ist ja eh eine Schnapsidee 
 viel zu anstrengend 
 und ĂŒberhaupt
 Doch zu meinem großen Erstaunen lĂ€uft es. Sogar recht gut. Nach vier Blocks habe ich 2670 Wörter geschrieben und damit mein Tagesziel um 1000 Worte ĂŒberschritten. Da ich aber eh Puffer erarbeiten wollte, um auch mal einen Tag freinehmen zu können oder die Grippeimpfung in den November zu quetschen, bin ich nachmittags (denn zwischendurch habe ich noch gekocht und all den anderen Kram gemacht, der so anfĂ€llt) ziemlich zufrieden, aber auch erschöpft. Angenehm erschöpft.

Aber wenn es so weitergeht, bin ich super zufrieden. Dann wÀre ein guter Teil der Rohfassung am Ende des Monats fertig.

Was ich eigentlich schreibe? Habe ich das noch nicht gesagt?

Nun, es ist der dritte Teil der Sternberg-Saga 😊